Bundesregierung kontert Vance-Vorwurf zu EU-Einmischung 08.04.2026

Die Bundesregierung hat die Vorwürfe von US-Vizepräsident J.D. Vance, die Europäische Union habe sich in die Parlamentswahl in Ungarn eingemischt, entschieden zurückgewiesen. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille erklärte am Mittwoch in Berlin, dass Vances Besuch in Ungarn kurz vor der Wahl bereits zeige, wer sich tatsächlich einmische. Vance hatte bei seinem Treffen mit Ministerpräsident Viktor Orbán am Dienstag kritisiert, dass „Bürokraten in Brüssel“ alles täten, um die ungarische Regierung zu schwächen. Auch die SPD kritisierte Vance scharf und warf ihm vor, als Wahlkampfhelfer für Orbán zu agieren, der als russlandnah gilt und wiederholt EU-Entscheidungen zur Ukraine-Unterstützung blockiert hat. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Orbáns Verhalten zuvor als „groben Verstoß gegen die Loyalität“ bezeichnet, betonte aber, keine Präferenzen für die Wahl zu haben.














