Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant trotz Forderungen ihrer Partei auf dem vergangenen CDU-Parteitag keine sofortige Abschaffung der telefonischen Krankschreibung. Sie verweist auf den Koalitionsvertrag, der lediglich eine Eindämmung des Missbrauchs vorsieht, nicht aber die komplette Abschaffung. Warken rechnet mit der Zustimmung der SPD für diese Maßnahme. Bezüglich der Krankenhausreform strebt die Ministerin eine schnelle Einigung bis Ende März an, um den Vermittlungsausschuss zu verhindern. Sie deutete Kompromissbereitschaft gegenüber den Bundesländern an, betonte aber die Notwendigkeit von echten Veränderungen, einschließlich möglicher Schließungen und Zusammenlegungen von Kliniken, um eine flächendeckende Grund- und Regelversorgung zu gewährleisten.