China in der neuen Weltordnung Charmeoffensive und Drohkulisse 15.02.2026

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz präsentierte Chinas Außenminister Wang Yi eine Charmeoffensive, indem er die EU als Partner und nicht als Rivalen bezeichnete und auf jahrzehntelange wirtschaftliche Zusammenarbeit verwies. Diese Botschaft wurde jedoch zurückhaltender aufgenommen als die seines US-Kollegen Marco Rubio, der ebenfalls eine Annäherung suchte. Analysten warnen davor, Chinas öffentliche Aussagen zu wörtlich zu nehmen, insbesondere angesichts der strategischen Nutzung von Abhängigkeiten und der Neugestaltung der internationalen Ordnung durch Peking. Während China die Bedeutung internationaler Organisationen betont und sich dort stärker engagiert, während die USA sich zurückziehen, droht Peking Taiwan mit Krieg und übt militärischen Druck auf Nachbarn aus. China lehnt eine militärische Konfrontation mit den USA ab, schließt diese aber nicht aus, falls die USA versuchen, Lieferketten zu unterbrechen oder Taiwan abzuspalten. Bundeskanzler Friedrich Merz reist Ende Februar nach China und betont die Notwendigkeit von Vorsicht im Umgang mit der neuen Großmacht.














