China und Europa: China ist nur systematisch zu begegnen 10.06.2026

Der Historiker und Politikwissenschaftler Stefan Messingschlager von der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg analysiert die chinesische Außenpolitik und erklärt, dass Peking Verbindlichkeit als Abwägung von Kosten, Nutzen und Kontrolle betrachtet, anstatt als Rechtsreflex. China nutzt Instrumente wie Exportlizenzen für Seltene Erden, um seine Interessen durchzusetzen und Handlungsspielräume zu erweitern. Messingschlager kritisiert, dass Europa oft die ganzheitliche Betrachtungsweise fehlt, die China prägt. Um asymmetrischen Abhängigkeiten und globalen geoökonomischen Veränderungen zu begegnen, müsse Europa eine strategischere China-Politik verfolgen. Das Konzept des De-Riskings wird dabei als Mittel zur Verhinderung politischer Erpressbarkeit und zur Stärkung der eigenen Handlungsfähigkeit dargestellt, nicht als reine Entkopplung.














