China, der weltweit größte Ölimporteur, scheint die Krise in der Straße von Hormus, einem entscheidenden Nadelöhr für 20 Prozent des globalen Rohölhandels, besser zu verkraften als erwartet. Obwohl Beobachter China zunächst als potenziellen Verlierer sahen, insbesondere angesichts der gestörten Exporte aus dem Iran und Venezuela, die Peking zuvor mit günstigem Öl versorgten, greift diese Einschätzung zu kurz. Die Volksrepublik hat offenbar strategische Maßnahmen ergriffen und eine langfristige Planung verfolgt, die es ihr ermöglicht, die Auswirkungen der Blockade auf die Ölpreise und die Börsen zu minimieren und sich widerstandsfähiger zu zeigen als andere Nationen.