Clemens Fuest im Interview"Energieintensive Industrie hat keine Zukunft bei uns" 13.03.2026

Prof. Clemens Fuest, Leiter des ifo-Instituts, prognostiziert für Deutschland ein Mini-Wachstum von 0,8 Prozent im Jahr 2026, das fast ausschließlich auf Staatsausgaben zurückzuführen ist, während der private Sektor stagniert. Er kritisiert die hohe Staatsquote von 50 Prozent und warnt, dass Deutschland ohne staatliche Schulden schrumpfen würde. Fuest äußert Zweifel an den angekündigten Milliardeninvestitionen der Wirtschaft, da private Investitionen sinken. Er sieht strukturelle Probleme in China und erwartet, dass die EZB aufgrund steigender Inflationsrisiken, auch durch den Iran-Konflikt, die Zinsen eher frühzeitig erhöhen wird. Fuest bezeichnet die Idee, dass junge Generationen weniger arbeiten wollen, als Mythos, betont aber, dass Schulden das Wachstum verlangsamen. Als Kernreform fordert er eine Deregulierung und erklärt, dass energieintensive Industrien in Deutschland keine Zukunft mehr hätten, da das Land sich für knappe Energie entschieden habe.














