Crasht die Gesundheitsreform die Regierung? 04.07.2026

Die von der Regierung präsentierte Gesundheitsreform, die auf eine bundeseinheitliche Finanzierung der Spitäler abzielt, stößt auf interne Widerstände und bleibt in ihren Details vage. Während Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) betont, dies sei erst der Anfang und das Ziel sei eine einheitliche Finanzierung, bleiben zentrale Fragen zur Rekrutierung von Fachärzten und zur Erhöhung der gesunden Lebensjahre ungeklärt. Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) erwägt Spitalsschließungen, insbesondere in ländlichen Gebieten, was auf starken Widerstand in der ÖVP stößt, die fürchtet, dies könnte ihr bei Wahlen schaden, wie sie bereits bei der Landtagswahl in der Steiermark erfahren hat. Insbesondere Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) droht mit dem Sprengen der Regierung, sollte es zu Spitalsschließungen in seinem Bundesland kommen, und hatte sich zuvor bereits gegen Kürzungen des Wissenschaftsbudgets gewehrt. Parallel dazu plant die Bundes-SPÖ, Wahlärzte zur Behandlung von Kassenpatienten zu verpflichten, ein Vorhaben, das auf Kritik der Ärztekammer und Skepsis bei Koalitionspartnern wie ÖVP und Neos stößt.














