Das Doppelbudget im Detail: Wo in den kommenden zwei Jahren gespart wird 10.06.2026

Die österreichische Bundesregierung hat ein Doppelbudget für die Jahre 2027 und 2028 vorgelegt, das Einsparungen in Höhe von insgesamt fünf Milliarden Euro bis 2028 vorsieht. Ein Teil dieser Summe, rund 2,5 Milliarden Euro, dient der Konsolidierung zur Einhaltung der EU-Defizitgrenze. Weitere 2,5 Milliarden Euro werden für sogenannte Offensivmaßnahmen freigestellt, wovon zwei Milliarden Euro zur Senkung der Lohnnebenkosten ab 2028 verwendet werden. Die Einsparungen erfolgen in vielen Bereichen und betreffen unter anderem Unternehmen durch eine progressive Erhöhung der Körperschaftssteuer über einer Million Euro Gewinn, die Verlängerung der Bankenabgabe und die Öffnung des Online-Glücksspielmonopols. Für ältere Arbeitnehmer werden Beschäftigungsbegünstigungen gestrichen, während sich Besserverdiener auf höhere Sozialversicherungsbeiträge und die Abschaffung der Steuerbefreiung für E-Firmenautos einstellen müssen. Bereiche wie Bildung, Sicherheit und Justiz sind zwar von Einsparungen ausgenommen, jedoch ist ein Rückgang der Stellen in der Finanzverwaltung und beim Bundesheer geplant. Kulturförderungen und die Mittel für Bundesmuseen werden gekürzt, während der ORF eine finanzielle Kompensation von 93 Millionen Euro pro Jahr verliert. Die Pensionen werden unterhalb der Inflationsrate angepasst, und auch für Bauern und im Umweltbereich sind Kürzungen vorgesehen.














