Ende April 2026 wurden interne Dokumente der Radiologie-Gruppe 3R, einem Anbieter mit 18 Praxen und rund 60 Ärzten in der Westschweiz, durch einen Hackerangriff gestohlen und dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) übermittelt. Diese Dokumente beleuchten das lukrative Geschäftsmodell des Unternehmens, dessen Einnahmen zu 90 Prozent von der obligatorischen Krankenversicherung stammen. Die Daten enthüllen überdurchschnittliche Ärztegehälter von 300.000 bis 360.000 Franken brutto jährlich, ergänzt durch Boni bei Überschreitung von Umsatzzielen. Ein Beispiel zeigt einen Radiologen, der durch Boni ein Jahreseinkommen von fast 617.000 Franken erzielte, mehr als ein Bundesrat. Die Gruppe 3R, seit 2021 mehrheitlich im Besitz des französischen Investmentfonds Naxicap, strebt landesweite Expansion an und priorisiert Wertschöpfung für Aktionäre, was kritische Fragen zur Finanzierung durch Krankenkassenprämien aufwirft.