Belastung Angehöriger im Pflegefall Debatte über 100.000-Euro-Grenze 15.06.2026

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant die ersatzlose Streichung der 100.000-Euro-Einkommensgrenze für die Beteiligung von Kindern an den Pflegekosten ihrer bedürftigen Eltern, die Sozialhilfe erhalten. Ziel ist die Entlastung der Kommunen. Die Bundesbeauftragte für Pflege, Katrin Staffler (CSU), lehnt eine komplette Abschaffung ab und plädiert für eine Diskussion über die angemessene Höhe des freigestellten Einkommens, um eine faire Lastenverteilung zu gewährleisten. Diese Regelung wurde 2019 im Rahmen des "Angehörigenentlastungsgesetzes" eingeführt, wonach Kinder mit einem Jahreseinkommen unter 100.000 Euro nicht zur Kasse gebeten werden, wenn die Pflegekosten die Leistungen der Pflegeversicherung sowie eigenes Einkommen und Vermögen übersteigen. Trotz Kritik von Opposition und Teilen der SPD hält Warken an ihren Plänen fest.














