„Die Frage ist nicht, ob man den AfD-Parteitag verhindern darf, sondern ob man es nicht muss“ 03.07.2026

Die Debatte um Proteste und mögliche Blockaden des anstehenden AfD-Bundesparteitags in Erfurt am 4. und 5. Juli spitzt sich zu. In einem Kommentar für die „taz“ argumentieren Professor Ralf Michaels vom Hamburger Max-Planck-Institut und Anne Gräfe von der Universität Lüneburg, dass die Zivilgesellschaft das Versagen von Politik und Gesellschaft korrigieren müsse. Da die AfD laut Gutachten als rechtsextrem und verfassungsfeindlich gelte, aber kein Verbotsverfahren eingeleitet wurde, sei ziviler Ungehorsam gerechtfertigt. Die Autoren sehen in der Blockade eine „Illegalität im Namen der Legitimität“ und stellen die Frage, ob man den Parteitag nicht sogar verhindern müsse. Besonders brisant sei das Datum, das 100 Jahre nach dem ersten Reichsparteitag der NSDAP in Weimar nach Aufhebung ihres Verbots liege.














