Debatte um E-Zigaretten Streeck fordert Verbot süßer Aromen 13.02.2026

Der Drogenbeauftragte Henrik Streeck fordert ein Verbot süßer Aromen in E-Zigaretten, da diese Produkte mit einem wirksamen Gesundheits- und Jugendschutz nicht vereinbar seien und als "Anfix-Strategie" für junge Menschen dienten. Diese Forderung, die bereits im Januar vom Landwirtschaftsminister Alois Rainer angekündigt wurde, zielt darauf ab, die Vermarktung von E-Zigaretten mit Geschmacksrichtungen, die an Süßigkeiten erinnern, zu unterbinden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt diese Bedenken und wirft der Tabakbranche vor, junge Menschen mit solchen Aromen zu ködern. Geplant ist ein Verbot von 13 Aroma- und Kühlstoffen, darunter Menthol, das bereits in herkömmlichen Zigaretten EU-weit verboten ist. Kritiker wie Suchtforscher Heino Ströver halten die Datenlage für unzureichend und sehen in E-Zigaretten für langjährige Raucher einen möglichen Zwischenschritt. Die E-Zigarettenindustrie warnt vor einem "Komplettverbot durch die Hintertür", da ohne die Zusatzstoffe praktisch keine Produkte mehr verkäuflich wären und der Jahresumsatz in Deutschland bei rund 3,5 Milliarden Euro liegt.














