Der fabelhafte Mauerspringer 03.03.2026

Der Schriftsteller Peter Schneider, eine prägende Figur der 68er-Bewegung, ist im Alter von 85 Jahren in Berlin verstorben. Geboren 1940 in Königsberg, studierte Schneider in Freiburg, München und Berlin und engagierte sich in der Studentenbewegung, wo er Persönlichkeiten wie Rudi Dutschke traf. Sein erster Roman „Lenz“ (1973) reflektierte die Ernüchterung nach dem revolutionären Aufbruch. Schneider verfasste zahlreiche weitere Werke, darunter „Der Mauerspringer“, und war als Gastdozent in den USA tätig. Er zeichnete sich durch seine Fähigkeit aus, eigene Überzeugungen kritisch zu hinterfragen, wie in seinem Buch „Rebellion und Wahn. Mein 68“ und seiner Haltung zur deutschen Wiedervereinigung deutlich wird, die er zunächst ablehnte, bevor er seine Meinung änderte. Schneider blieb zeitlebens ein neugieriger Beobachter und Chronist gesellschaftlicher Veränderungen.














