Der Kampf um die Jugend: Bundeswehr trifft auf wachsende Protestbewegung 28.03.2026

Die Bundeswehr intensiviert ihre Nachwuchswerbung, während eine wachsende Protestbewegung, angeführt von Schülerkomitees, gegen die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht mobilisiert. Das Verteidigungsministerium strebt eine Aufstockung der Truppenstärke auf 260.000 Soldaten und eine Verdopplung der aktiven Reserve auf 200.000 an, wobei für 2024 rund 20.000 Freiwillige gewonnen werden sollen. Sollte dies nicht gelingen, könnte eine Bedarfswehrpflicht per Losverfahren eingeführt werden. Seit Januar werden junge Männer ab Jahrgang 2008 angeschrieben und müssen sich ab Juli 2024 einer Musterung unterziehen. Die Protestinitiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ hat über 90 Schulkomitees gebildet und bereits über 55.000 Schülerinnen und Schüler zu bundesweiten Streiks mobilisiert. Die Bundeswehr konkurriert mit der Wirtschaft um Talente und hat ihre Rekrutierungsmaßnahmen, einschließlich Schulbesuchen und Online-Präsenz, massiv ausgebaut, was von Kritikern als gezielte Nachwuchswerbung gesehen wird.













