Der Ständerat hat mit 21 zu 13 Stimmen bei 9 Enthaltungen ein Verbot von Abgangsentschädigungen für Topkader in der Bundesverwaltung und bundesnahen Betrieben beschlossen, das als «Lex della Valle» bekannt ist. Dieses Verbot, inspiriert durch die umstrittene Abfindung von 340'000 Franken für die abtretende Polizeichefin Nicoletta della Valle, zielt darauf ab, übermässige «goldene Fallschirme» zu unterbinden. Die Finanzministerin Karin Keller-Sutter verteidigte die Abfindungen als Mittel zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten und zur Rekrutierung, konnte die Entscheidung des Ständerats jedoch nicht verhindern. Der Bundesrat droht jedoch bereits damit, Schlupflöcher wie längere Kündigungsfristen oder Freistellungen mit Lohnfortzahlung zu suchen, was zu Bedenken hinsichtlich der Umgehung des parlamentarischen Willens führt.