Deutscher soll Chef der EU-Staatsanwaltschaft werden 10.03.2026

Der deutsche Jurist Andrés Ritter steht kurz vor der Ernennung zum Europäischen Generalstaatsanwalt, dem Chef der Europäischen Staatsanwaltschaft (EUStA). Nach der Zustimmung der EU-Staaten ist die heutige Abstimmung im Europaparlament in Straßburg der letzte Schritt für seine Ernennung. Ritter, derzeit Stellvertreter der scheidenden rumänischen Generalstaatsanwältin Laura Kövesi, wird die Behörde mit rund 300 Mitarbeitern in Luxemburg leiten. Die EUStA deckt jährlich Betrugsfälle in Milliardenhöhe auf; Ende 2025 bearbeitete sie 3.602 Fälle mit einem geschätzten Schaden von 67 Milliarden Euro, wovon 45 Milliarden auf Zoll- und Mehrwertsteuerbetrug entfallen. Ritter bezeichnet dieses Phänomen als erschreckend und profitabler als den Drogenhandel bei geringerem Risiko.















