Deutschland scheitert krachend bei Wahl zu UN-Sicherheitsrat 03.06.2026

Deutschland ist bei der Wahl für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat krachend gescheitert und unterlag im ersten Wahlgang Portugal und Österreich. Die Bundesrepublik erhielt nur 104 Stimmen, während für die erforderliche Zweidrittelmehrheit 127 Stimmen notwendig gewesen wären. Portugal errang 134 und Österreich 131 Stimmen von den 193 stimmberechtigten UN-Mitgliedstaaten. Dieses Ergebnis wird als herber Rückschlag für die Bemühungen der Bundesregierung unter Außenminister Johann Wadephul (CDU) gewertet, Deutschland international stärker zu positionieren, und wurde von der Opposition als Schlappe für "Außenkanzler" Friedrich Merz kritisiert. Wadephul räumte die Enttäuschung ein, betonte aber, dass Deutschland seine Verantwortung in den UN weiterhin wahrnehmen werde. Schwierigkeiten wie der späte Einstieg in den Wahlkampf und kontroverse Haltungen zu internationalen Konflikten, wie dem Gaza-Krieg, werden als mögliche Gründe für das Scheitern genannt, während Wadephul auch russische Wahlkampagnen gegen die deutsche Kandidatur vermutet.



















