Die 10-Millionen-Initiative ist gescheitert, der Kampf um die Zuwanderung geht nahtlos weiter 15.06.2026

Die Schweizer Bevölkerung hat die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» der SVP mit 54,8 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Trotz eines intensiven und teuren Abstimmungskampfes scheiterte die Vorlage in den meisten Kantonen, mit Ausnahme von zwölf Deutschschweizer Kantonen und dem Tessin. Die Romandie und urbane Zentren stimmten klar dagegen. Bundesrat Beat Jans sicherte zu, die Bedenken der Ja-Stimmenden ernst zu nehmen, ohne konkrete neue Vorschläge. Das zentrale Dossier der Zuwanderung bleibt im Parlament, insbesondere im Kontext der Verhandlungen über das «Bilaterale III»-Paket mit der EU, welches die Personenfreizügigkeit neu regeln soll. Dieses Paket könnte frühestens 2028 zur Volksabstimmung kommen, wobei die Einschätzung der Migrationsfolgen entscheidend sein wird. Die Schweiz musste dabei Konzessionen bei Familiennachzug und Daueraufenthalt machen, konnte aber auch Erfolge bei der Schutzklausel erzielen, deren Ausgestaltung im Parlament Spielraum bietet.














