Die Angst vor den Abgehängten Männer zwischen "Alpha"-Kult und Unsicherheit 04.03.2026

Bundesbildungsministerin Karin Prien warnt vor einer "Männergeneration", die sich als Verlierer fühlt und dadurch anfällig für Extremismus wird. Regisseurin Anika Decker sieht Jungen auf der Strecke bleiben, da soziale Medien von hasserfüllten Inhalten und fehlenden positiven Vorbildern dominiert werden. Die Soziologin Sylka Scholz von der Universität Jena betrachtet die Vorstellung eines neuen, toxischen Männerbildes als verkürzt, da sich gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit seit den 1980er Jahren wandeln, weg vom distanzierten Ernährer hin zum präsenten Vater. Dieser Wandel ist jedoch widersprüchlich, da Fürsorge weiterhin weiblich konnotiert ist und traditionelle Entwürfe ein Comeback erleben. Unsicherheiten werden in der "Manosphere" aufgegriffen, wo Antifeminismus von rechten Kräften instrumentalisiert wird, um Emanzipierte und Migranten als Konkurrenten darzustellen. Autor Aurel Mertz beschreibt in seinem Buch "Alpha Boys", wie junge Männer durch Influencer zu Dominanz und Härte erzogen werden, was in Zeiten von Krisen einfache Antworten liefert.













