Die Geburtenrate in der Schweiz ist im Tiefflug – eine Studie hat nach den Gründen gefragt 25.06.2026

Die Geburtenrate in der Schweiz fällt weiter und erreichte 2025 mit durchschnittlich 1,28 Kindern pro Frau einen neuen Tiefpunkt – das vierte Jahr in Folge mit Rückgang. Eine repräsentative Studie von Swiss Life, basierend auf einer Yougov-Umfrage unter knapp 3.200 Personen, untersuchte die Gründe dafür. Erschreckend ist, dass mehr als die Hälfte der kinderlosen 18- bis 45-Jährigen angibt, schlicht keinen Kinderwunsch zu haben. Knapp 40 Prozent nennen die finanzielle Belastung als Hindernis, und fast ein Drittel sieht Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Studie zeigt auch geschlechtsspezifische Unterschiede: Mütter leisten bis zu 65 Stunden unbezahlte Arbeit pro Woche, Väter dagegen bis zu 42 Stunden. Zudem verbinden Frauen Elternschaft häufiger mit schlechteren Berufsaussichten. Die gesellschaftlichen Erwartungen verstärken dies: Ein Drittel der Befragten findet, Mütter sollten nicht Vollzeit arbeiten, aber nur 16 Prozent erwarten dasselbe von Vätern. Interessanterweise ist die Qualität der Partnerschaft der wichtigste Faktor bei der Entscheidung für ein Kind – wichtiger als Finanzen oder Betreuung. Viele mit Kinderwunsch fühlen sich jedoch zu jung oder haben noch nicht den richtigen Partner. Die Studie unterstreicht, dass Kinderlosigkeit auch unfreiwillig sein kann: Bei über 46-Jährigen haben knapp 40 Prozent einen unerfüllten Kinderwunsch. Diese demografische Entwicklung setzt Sozialversicherungen wie die Altersvorsorge zunehmend unter Druck.














