Michael Oser Rabin, ein renommierter Informatiker und einziger Turing-Award-Empfänger, der im Deutschen Reich geboren wurde, ist im Alter von 94 Jahren verstorben. Geboren 1931 in Breslau, wanderte seine Familie 1935 nach Palästina aus. Seine akademische Laufbahn führte ihn über die Universität Princeton, wo er mit Dana Scott bei Alonzo Church studierte, zur wegweisenden Arbeit über "Finite Automata and Their Decision Problems", die 1957 von IBM veröffentlicht wurde und die Bedeutung nichtdeterministischer Automaten hervorhob, welche später mit dem Turing Award ausgezeichnet wurde. Rabin leistete zudem bahnbrechende Beiträge zur Kryptographie, darunter der probabilistische Primzahlentest (Miller-Rabin-Test) und die Grundlagen für das Rabin-Kryptosystem sowie der Rabin-Karp-Algorithmus zur Plagiatssuche. Er betonte die faszinierende Rolle des Zufalls in der Informatik.