Die SPÖ-Salzburg hat einen neuen Parteichef – aber wird sie auch stärker? 15.06.2026

Nach eineinhalb Jahren Vakanz hat die SPÖ Salzburg mit Peter Eder, dem AK-Chef, einen neuen Parteiobmann gewählt. Eder, der nach langem Zögern zugesagt hatte, trat am Parteitag angriffig gegenüber der seit 2023 regierenden schwarz-blauen Koalition auf. Die SPÖ, die seit 2013 nicht mehr in der Landesregierung vertreten ist und bei den Wahlen 2023 auf einen historischen Tiefststand von 17,9 Prozent fiel, versucht, ihre Oppositionsrolle zu stärken. Trotz Erfolgen bei Gemeindewahlen im Jahr 2024 wird Eder bei den nächsten Landtagswahlen 2028 voraussichtlich nicht um die Spitzenposition mitkämpfen. Die Politikwissenschafter Eric Miklin konstatiert, dass die SPÖ lange von der Macht entfernt sei und im linken Spektrum Konkurrenz durch die KPÖ und die Grünen habe. Die amtierende Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) und ihre FPÖ-Partnerin Marlene Svazek zeigen sich in Umfragen gestärkt, mit einer möglichen Zunahme von insgesamt 5,9 Prozentpunkten für die Koalition. Beide Politikerinnen haben an Profil gewonnen und treten professionell auf, auch wenn ihre Zusammenarbeit pragmatisch und auf die Umsetzung des Koalitionsprogramms ausgerichtet ist.














