Die Verwandten-Affäre der AfD 08.02.2026

Die AfD in Sachsen-Anhalt steht im Zentrum einer Affäre um die Anstellung von Familienmitgliedern über sogenannte Überkreuz-Anstellungen, die an frühere Fälle von Vetternwirtschaft in Bayern erinnert. Nach Recherchen von ZDF-Frontal hat Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, seinem Vater einen mit 7725 Euro monatlich bezahlten Job im Bundestag verschafft. Ebenso sind die Eltern des AfD-Landtagsabgeordneten Matthias Büttner für das Büro des AfD-Bundestagsabgeordneten Thomas Korell tätig und erhalten jeweils 556 Euro monatlich. Siegmund verteidigt diese Praxis mit dem Argument, dass Vertrauen bei der Auswahl von Mitarbeitern entscheidend sei. Die Affäre weckt Erinnerungen an ähnliche Skandale in Bayern Ende der 90er und 2013, die zu verschärften Regeln für Verwandtenanstellungen führten.














