Die Bundesregierung plant ein umfassendes Reformpaket, das unter anderem die telefonische Krankschreibung abschaffen und eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag einführen soll. Unionsfraktionschef Jens Spahn verteidigte diesen Schritt im ARD-„Morgenmagazin“ mit Verweis auf die hohen Krankenstände in Deutschland im europäischen Vergleich. Er sprach von sogenannten „Bettkantenentscheidungen“ an Montagen und Freitagen, bei denen Arbeitnehmer überlegen, ob sie wirklich krank sind. Wer tatsächlich krank sei, solle seinen Arzt kontaktieren, notfalls auch per Videosprechstunde.