„Dies ist Verrat“: Französische Bürgermeister holen EU-Fahnen ein – und ernten massive Kritik 31.03.2026

Nach den französischen Kommunalwahlen haben mehrere neu gewählte Bürgermeister von der extremen Rechten die EU-Fahnen von ihren Rathäusern entfernt, was zu erheblicher Kritik führte. Außenminister Jean-Noël Barrot bezeichnete die Aktion als „Verrat“ und betonte die französische Zustimmung zur EU. Marine Le Pen vom Rassemblement National (RN) verteidigte die Geste und argumentierte, es gebe keine Vorschrift für EU-Flaggen an Rathäusern und dass EU-Subventionen letztlich von französischen Steuerzahlern stammten. Bürgermeister wie Christophe Barthes aus Carcassonne und Carla Muti aus Canohès führten die Entfernung durch, was zu Forderungen nach Rückzahlung von EU-Geldern führte. Die EU-Flagge ist in Frankreich an Rathäusern verpflichtend, außer am Europatag, und ein Gesetz von 2023 zur verpflichtenden Beflaggung in größeren Kommunen steht noch im Senat zur Abstimmung. Der RN und verbündete Listen gewannen etwa 70 Rathäuser, darunter Nizza, das nun von Eric Ciotti regiert wird.














