Digitale Souveränität:Bund zahlt mehrere Milliarden Euro für Softwarelizenzen an US-Konzerne 22.04.2026

Die Bundesregierung hat Softwarelizenzen von US-Konzernen im Gesamtwert von mindestens 8,35 Milliarden Euro erworben, wie aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Diese Verträge umfassen über 230 Einzel- und Rahmenvereinbarungen und sichern den US-Unternehmen Vorteile durch den Wegfall erneuter Ausschreibungen für Behörden. Spitzenreiter ist Oracle mit 4,69 Milliarden Euro, gefolgt von Netapp, Cisco, Adobe, Hewlett Packard und Dell. Allein im vergangenen Haushaltsjahr gab die Bundesverwaltung rund 629 Millionen Euro für Softwarelizenzen aus, wobei der tatsächliche US-Anteil aufgrund fehlender Angaben einiger Behörden wahrscheinlich höher liegt. Zusätzlich bestehen erhebliche Abhängigkeiten bei Arbeitsplätzen: 473.244 Windows-Arbeitsplätze stehen nur 12.915 Arbeitsplätzen mit alternativer Software wie Linux gegenüber, und selbst das Verteidigungsministerium nutzt mehrheitlich US-Produkte. Die Linken-Abgeordnete Sonja Lemke kritisiert mangelnde Transparenz und unzureichende Budgets für staatliche Open-Source-Initiativen wie Zendis, die digitale Souveränität fördern sollen.














