DIW-Studie: Abschaffung der abschlagsfreien Frührente würde Milliarden sparen – und Hunderttausende treffen 08.06.2026

Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung beleuchtet die finanzielle Belastung der abschlagsfreien Frührente in Deutschland. Demnach würde die Abschaffung der sogenannten „Rente mit 63“ die öffentlichen Kassen jährlich um 9,5 Milliarden Euro entlasten, indem sie die gesetzliche Rentenversicherung, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Einkommenssteuereinnahmen positiv beeinflusst. Die Studie analysiert den Geburtsjahrgang 1957 und stellt fest, dass diese Frührente primär von gut Verdienenden mit langen und stabilen Erwerbsbiografien genutzt wird und nicht zwingend von körperlich stark belasteten Personen. Weiterhin arbeiten ein Viertel der Frührentner nach Renteneintritt, und eine Verlängerung der Erwerbstätigkeit um durchschnittlich zehn Monate könnte dem Arbeitsmarkt rund 125.000 zusätzliche Vollzeitkräfte zuführen. Die Autoren plädieren jedoch nicht für eine komplette Abschaffung, sondern schlagen Alternativen wie individuelle Gesundheitsprüfungen oder eine Einkommensgrenze vor, um diejenigen zu schützen, die gesundheitlich eingeschränkt sind.




















