Das Open-Source-Projekt DNS-AID (DNS for AI Discovery) der Linux Foundation zielt darauf ab, KI-Agenten und deren Dienste über die bestehende DNS-Infrastruktur auffindbar und ihre Identität überprüfbar zu machen. Anstatt auf zentrale Verzeichnisse zu setzen, nutzt DNS-AID etablierte Internetstandards und die dezentrale Struktur des Domain Name System. Das Projekt umfasst ein offenes Protokoll und eine Referenzimplementierung, die von Infoblox initiiert wurde. KI-Agenten werden durch DNS-Einträge innerhalb einer Domain veröffentlicht, wobei bestehende Mechanismen wie SVCB-Records, TXT-Records sowie DNSSEC und DANE/TLSA zum Einsatz kommen. Agenten können über ihren Namen, spezifische Fähigkeiten oder einen Domain-weiten Katalog gefunden werden, und die Vertrauensprüfung wird durch DNSSEC und DANE ermöglicht, wodurch eine durchgehende Vertrauenskette bis zum einzelnen Agenten geschaffen wird.