„Dramatische“ Lage der Kirchen verändert Deutschland: „Vertrauen in die Kirche ist so niedrig wie noch nie“ 03.04.2026

Die katholische und evangelische Kirche in Deutschland verzeichnen einen anhaltenden Mitgliederschwund, der sich im Jahr 2025 mit einem Rückgang von etwa 1,13 Millionen Mitgliedern fortsetzte. Die Zahl der Katholiken sank auf 19,22 Millionen, was 23 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Experten wie Religionssoziologe Detlef Pollack führen dies auf ein historisch niedriges Vertrauen in die Kirche zurück, das durch Missbrauchsfälle seit 2010 und eine verbreitete religiöse Gleichgültigkeit weiter geschwächt wurde. Soziologe Carsten Frerk beobachtet eine Entfremdung, insbesondere bei jüngeren Menschen, die die Kirche als irrelevant empfinden, was zu einem drastischen Rückgang der Gottesdienstbesucher führt. Trotz der Kirchensteuer als Auslöser für Austritte betonen Experten, dass dies nicht der Hauptgrund sei, sondern vielmehr ein Verlust an sozialem Engagement und gesellschaftlicher Bedeutung für das Land drohe, obwohl die Gesellschaft auch andere moralische Quellen besitze.














