Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kritisiert den deutschen Bevölkerungsschutz als stark unterfinanziert und mangelhaft, insbesondere angesichts wachsender Sicherheitsrisiken und jüngster Krisen wie Hochwasser und Stromausfälle. DRK-Präsident Hermann Gröhe fordert mindestens eine zusätzliche Milliarde Euro für den Bevölkerungsschutz und betont, dass ohne ausreichende Vorsorge keine echte Verteidigungsfähigkeit bestehe. Er kritisiert die Diskrepanz zwischen der Forderung nach "Kriegstüchtigkeit" und der mangelnden Priorisierung des Bevölkerungsschutzes. Gröhe hebt die Notwendigkeit hervor, Krankenhäuser krisenfester zu machen, das Wissen über den Einsatz von Ehrenamtlichen zu verbessern und bundesweit klare Regelungen sowie Unterstützung zu schaffen. Er betont, dass es für Zuständigkeitsstreitigkeiten zwischen Bund und Ländern keine Zeit gebe und fordert mehr Mittel für Erste-Hilfe-Kurse mit Selbstschutzinhalten, da die Stärkung der Widerstandskraft der Gesellschaft durch geschulte Bürger entscheidend sei.