Droht das Sonntags-Fahrverbot? Vor 50 Jahren standen wegen der Ölkrise bereits Millionen Autos still 27.03.2026

Angesichts steigender Spritpreise und der Warnung der Internationalen Energieagentur (IEA) vor einer schweren Energiekrise wird die Idee von Sonntagsfahrverboten wieder diskutiert, ähnlich wie während der Ölkrise 1973. Damals führte die Bundesregierung aufgrund der von der OPEC gedrosselten Öllieferungen vier Sonntagsfahrverbote im November und Dezember 1973 ein, die rund 13 Millionen Autobesitzer betrafen und allein am ersten Sonntag etwa 60 Millionen Liter Kraftstoff einsparten. Während einige die Maßnahme kritisierten und für freie Fahrt demonstrierten, nutzten andere die autofreien Tage für alternative Fortbewegungsmittel oder Spaziergänge. Die Maßnahme diente primär dazu, die Ernsthaftigkeit der Lage zu verdeutlichen und das Bewusstsein für Energiesparen zu schärfen, auch wenn die tatsächliche Kraftstoffeinsparung durch Ausnahmegenehmigungen schnell abnahm. Aktuell gibt es keine konkreten Pläne für solche Fahrverbote, obwohl eine mögliche Treibstoffknappheit bei einem länger dauernden Konflikt im Iran nicht ausgeschlossen wird.














