Dürre, Dünger, Diesel: Die Not der Bauern steigt 07.05.2026

Österreich leidet unter einer anhaltenden Dürre, die zu erheblichen Ernteausfällen bei Wintergetreide, Mais, Soja und Grünland führt und im kommenden Winter eine Futterknappheit für Rinder und Milchbauern befürchten lässt. Zudem begünstigt das trockene Wetter die Ausbreitung von Schädlingen wie dem Rübenderbrüssler. Die Landwirtschaftskammer warnt, dass nurgiebiger Regen in den nächsten zwei Wochen eine halbwegs normale Ernte retten könnte; andernfalls sind deutliche Ertragseinbußen unvermeidlich. Gleichzeitig kämpfen die Bauern mit stark gestiegenen Kosten für Dünger und Diesel, während die Erzeugerpreise aufgrund guter Vorjahresernten noch niedrig sind. Die EU-Sanktionen und der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) treiben die Düngerpreise in die Höhe, was zusätzliche Kosten von 826 Millionen Euro für die Bauern in diesem Jahr bedeutet und auf 12 Milliarden Euro bis 2034 ansteigen könnte. Die Regierung plant zwar eine Senkung der Mehrwertsteuer auf bestimmte Grundnahrungsmittel ab Juli, aber es ist unklar, ob dies die allgemeine Teuerung ausgleichen wird.


















