Druck auf Kultur und Medien in der Slowakei "Als wären die Zeiten des Polizeistaates zurück" 25.04.2026

Seit zweieinhalb Jahren ist Robert Fico erneut Premierminister der Slowakei, und seine Regierung steht im Zentrum wachsender Proteste in Bratislava, die sich gegen seine russlandfreundliche Außenpolitik, Korruption und Eingriffe in Justiz, Polizei sowie zuletzt verstärkt in Kultur und Medien richten. Renommierte Persönlichkeiten wie die Musikwissenschaftlerin Alzbeta Lukacova, die nach 22 Jahren als Dramaturgin entlassen wurde, und die preisgekrönte Redakteurin Sona Gyarfasova, die an einem Streik gegen die Neugründung des öffentlich-rechtlichen Senders beteiligt war, berichten von Entlassungen und Programmkürzungen, die sie als Einschränkungen der Meinungsfreiheit und Zensur empfinden. Die Intendantin des Senders, Martina Flasikova, bezeichnet die Kündigungen als Managemententscheidung, während Organisationen wie Reporter ohne Grenzen die Nutzung öffentlicher Medien für Propagandazwecke und den Einfluss der Regierung über Aufsichtsbehörden kritisieren. Viele Schauspieler lehnen eine Zusammenarbeit mit dem Fernsehen ab, was zu Personalmangel bei neuen Produktionen führt.













