Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat die Qualität von Bundesprognosen untersucht und Mängel aufgedeckt. Bei drei von sieben Vorlagen wurden veraltete Zahlen verwendet und die Transparenz bezüglich Unsicherheiten der Prognosen kritisiert, was die Beurteilung durch Stimmberechtigte erschwert. Die EFK bemängelt zudem, dass sich Prognosen oft nur auf finanzielle Kosten beschränken und gesellschaftliche oder ökologische Auswirkungen vernachlässigen. Als Reaktion auf frühere fehlerhafte Prognosen, wie bei der Abschaffung der Heiratsstrafe 2016, die zur Annullierung einer Volksabstimmung führte, empfiehlt die EFK die Einbeziehung von Datenexperten, den Ausbau von Qualitätskontrollen und die Offenlegung von Prognosemethoden, Annahmen und Unsicherheiten. Der Bundesrat begrüsst die Empfehlungen, betont aber die Notwendigkeit der Umsetzung im Rahmen bestehender Ressourcen.