Ein Jahr Sondervermögen Kommt jetzt der Frühling der rollenden Bagger? 02.03.2026

Ein Jahr nach der Einigung auf ein schuldenfinanziertes Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur und Klimaschutz durch Union und SPD, sind die versprochenen Investitionen kaum spürbar. Nur 38 Milliarden Euro wurden bisher vom Bund ausgegeben, und die Bauwirtschaft, insbesondere im Infrastrukturbereich, blickt auf ein schwieriges Jahr 2025. Kritiker wie Tobias Hentze vom Institut der Deutschen Wirtschaft bemängeln, dass ein erheblicher Teil des Geldes nicht für zusätzliche Infrastrukturprojekte, sondern zur Finanzierung von Haushaltslücken und anderen Ausgaben, wie im Krankenhaussektor, verwendet wird. Wirtschaftsweisen wie Monika Schnitzer kritisieren "Verschiebungen" von Geldern, bei denen Haushaltsansätze reduziert und aus dem Sondervermögen finanziert werden, was die tatsächliche zusätzliche Investition schmälert. Die Grünen, die dem Sondervermögen zugestimmt hatten, äußern nun ihren Unmut über die mangelnde Transparenz und den "Spielraum" des Haushaltsgesetzgebers. Reiner Holznagel vom Bund der Steuerzahler warnt vor steigenden Zinsen, falls die Finanzmärkte den Einsatz des Geldes für Konsumausgaben statt für Investitionen erkennen.













