Vor einem Jahr startete Donald Trump eine aggressive Zoll-Offensive mit dem Ziel, das Handelsdefizit der USA zu reduzieren, mehr Arbeitsplätze zu schaffen und Amerika reicher zu machen. Ein Jahr später zeigt eine Datenanalyse eine ernüchternde Bilanz: Das Handelsdefizit ist mit rund 901 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 nahezu unverändert geblieben, während Exporte und Importe gleichermaßen gestiegen sind und Lieferketten sich lediglich verlagert haben. Statt neuer Jobs gingen rund 90.000 Stellen in der US-Industrie verloren, was auf die stärkere Wirkung von Automatisierung hindeutet. Zwar stiegen die Zolleinnahmen auf über 100 Milliarden Dollar, doch ein Großteil davon floss über Hilfsprogramme und wirtschaftliche Folgekosten zurück, während höhere Preise Unternehmen und Verbraucher belasteten. Die durchschnittlichen effektiven Zollsätze auf US-Importe stiegen von 2,4 Prozent im Jahr 2024 auf etwa 7,7 Prozent im Jahr 2025, was zu spürbaren Mehrbelastungen für amerikanische Haushalte führte, da die Kosten größtenteils im Inland getragen werden.