Ukrainische Angriffe auf russische Häfen und Raffinerien haben zu einem Einbruch der russischen Ölexporte um mindestens 40 Prozent geführt, was rund zwei Millionen Barrel pro Tag betrifft und die umfangreichste Unterbrechung in der jüngeren Geschichte Russlands darstellt. Diese Angriffe, die auf Pumpstationen und Raffinerien abzielen, sollen die russischen Öl- und Erdgaseinnahmen schmälern, die etwa ein Viertel des Staatshaushalts ausmachen. Betroffen sind die Exporthäfen Noworossijsk, Primorsk und Ust-Luga sowie die Druschba-Pipeline, deren Lieferungen durch Beschädigungen und die Beschlagnahmung von Tankern weiter reduziert werden. Russland bezeichnet diese Aktionen als Terror und hat die Sicherheitsvorkehrungen verschärft, während es versucht, sich auf asiatische Märkte zu konzentrieren, deren Kapazitäten jedoch begrenzt sind.