Eine Regierung Stocker II wird es vermutlich nicht geben 03.07.2026

Die Möglichkeit einer Regierung unter Christian Stocker II erscheint unwahrscheinlich, da die FPÖ in Umfragen uneinholbar führt, was weniger an der Leistung als vielmehr an der Taktik und der Führungsperson liegt. Ähnlich wie bei der österreichischen Fußballnationalmannschaft reicht es für die ÖVP offenbar nicht für einen Sieg gegen stärkere Gegner. Stocker könnte auf ein Wunder oder einen „Angela-Merkel-Effekt“ hoffen, bei dem eine Kandidatin aus Mangel an Alternativen wiedergewählt wird. Falls die Landtagswahlen für die ÖVP negativ ausfallen, droht heftige Kritik aus wirtschaftsnahen Kreisen, die das Regierungsprogramm als wenig reform- und leistungsfeindlich erachten. Die Frage nach dem Sinn eines ÖVP-Kanzlers wird laut, wenn die SPÖ die politische Linie vorgibt. Selbst eine lang ersehnte Lohnnebenkostensenkung wird kritisiert, da Unternehmer diese letztlich selbst tragen. Stocker muss die Wirtschaftskreise an sich binden, um zu verhindern, dass eine wirtschaftsaffine Liste antritt und die FPÖ-Führung weiter stärkt. Eine Rückkehr von Sebastian Kurz ins politische Geschehen könnte Stockers Position zusätzlich gefährden.















