„Eklatanter Mandatsmissbrauch“ – Hertie-Stiftung fordert Konsequenzen nach Aufruf zum Israel-Boykott 07.03.2026

Die Trägerstiftung der Hertie School in Berlin fordert nach einem israelfeindlichen Beschluss der Studentenvertretung (HSR) Konsequenzen. Die HSR unterstützte am Mittwoch offiziell die Kampagne „Boycott, Divestment, Sanctions“ (BDS), die eine Isolation Israels fordert, was die Stiftungsvorsitzende Annette Schavan als „eklatanten Mandatsmissbrauch“ und „inakzeptabel“ bezeichnet. Dieser Aufruf widerspreche dem Geist der Hochschule und ihren Gründungsprinzipien. Die Präsidentin der Hertie School, Cornelia Woll, distanzierte sich bereits vom Beschluss, der von elf von über 850 Studierenden gefasst wurde, und rief Studierende zum Widerspruch auf. Die Jüdische Studierendenunion Deutschlands (JSUD) nannte den Beschluss erschreckend und ein Beleg für Antisemitismus an Hochschulen. Schavan erwartet von der Hochschulleitung eine Vollversammlung zur Klärung des Vorfalls und kündigte eine Sondersitzung des Stiftungsvorstands zur Beratung über konkrete Konsequenzen an, da die Beziehungen zwischen Hochschule und Stiftung „tiefgreifend beschädigt und erschüttert“ seien.















