Obwohl Elektroautos oft mit rasantem Gleichstromladen (DC) beworben werden, spielt das Laden mit Wechselstrom (AC) in der Praxis eine größere Rolle, da es deutlich mehr öffentliche Ladepunkte gibt. Dies liegt an den erheblich geringeren Kosten für die Netzanbindung von AC-Ladepunkten, die lediglich einen Anschluss an das Niederspannungsnetz benötigen, im Gegensatz zu DC-Stationen, die oft an das teurere Mittelspannungsnetz angeschlossen werden müssen. Trotz der höheren Ladeleistung von DC-Säulen ist die schiere Anzahl der AC-Ladepunkte, einschließlich privater Wallboxen, mit fast 150.000 öffentlichen AC-Punkten im Vergleich zu rund 50.000 Schnellladepunkten (Stand 1. Februar 2026) deutlich höher. Grundlegende Fragen zum AC-Laden, wie die Diskrepanz zwischen der Nennleistung von 7,4 kW und der tatsächlich erreichten Leistung von oft nur etwas über 4 kW, sind für viele Nutzer nicht trivial und bedürfen weiterer Klärung.