Elke Kahr, die seit 2021 als erste Bürgermeisterin die Stadt Graz regiert, hat eine außergewöhnliche Biografie. Als Dreijährige wurde sie von einer Verkäuferin und einem Schlosser adoptiert und wuchs in der Triesterhaussiedlung auf, einem rauen Pflaster. Trotz finanzieller Armut erlebte sie soziale Wärme und viel Grünraum – eine Erfahrung, die ihr Lebensthema prägte: leistbares und würdevolles Wohnen. Während andere den Gemeindebau privatisieren wollten, stemmte sich die KPÖ unter ihrer Führung dagegen und setzte ein Bad für jede Gemeindewohnung durch, wodurch der Substandard beseitigt wurde.