EnergiewendeNordländer setzen trotz Schwierigkeiten auf Wasserstoff 15.03.2026

Trotz Bedenken des Bundesrechnungshofs halten die norddeutschen Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen an ihren Plänen für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft fest. Hamburg plant einen 100-Megawatt-Elektrolyseur in Moorburg, der ab Ende 2027 jährlich 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren soll. In Emden baut EWE die größte deutsche Anlage mit 320 Megawatt, die ab Ende 2027 26.000 Tonnen pro Jahr liefern soll. RWE plant in Lingen eine 300-Megawatt-Anlage bis 2027. Die Stadtwerke Kiel setzen trotz gestrichener Netzpläne weiterhin auf Wasserstoff für ihr Küstenkraftwerk, fordern aber politische Rahmenbedingungen bis 2035. Schleswig-Holsteins Energieminister betont die Notwendigkeit von grünem Wasserstoff für die Dekarbonisierung und kritisiert fehlende Infrastrukturprojekte. Der Bundesrechnungshof warnt vor Milliardenrisiken durch Verzögerungen und unrealistische Produktions- und Importziele bis 2030. Hamburg will zudem über seinen Hafen Wasserstoff importieren und ein „Wasserstofftor“ für Deutschland und Europa werden.














