„Dreiste Lüge“ beim Bürgergeld – wie wirklich wieder mehr Menschen arbeiten 4d ago

Eine neue Auswertung der wissenschaftlichen Dienste des Bundestages, beauftragt vom Grünen-Abgeordneten Timon Dzienus, stellt die Wirksamkeit von härteren Sanktionen beim Bürgergeld in Frage. Die Analyse, die auf Studien der Goethe-Universität Frankfurt und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) basiert, zeigt, dass drastische Sanktionen überwiegend negative Auswirkungen auf die Betroffenen haben, wie psychische Belastungen und Vertrauensverlust, was eine erfolgreiche Arbeitsvermittlung erschwert. Laut IAB werden fast 90 Prozent der Sanktionen wegen verpasster Jobcenter-Termine verhängt, nicht wegen Ablehnung von Jobangeboten. Dzienus kritisiert die von CDU-Chef Friedrich Merz propagierte Politik als „dreiste Lüge“ und „Sanktionsfetischismus“, da sie entgegen der Behauptung zu weniger statt mehr Arbeitsaufnahme führe und stattdessen individuelle Unterstützung und Qualifizierung gefordert werden müsse.
















