Er kam 2023 als Flüchtling nach Deutschland: Syrer wegen IS-Mitgliedschaft zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt 12.03.2026

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat am Donnerstag einen 34-jährigen Syrer, Ahmad A., wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Ursprünglich war er auch wegen Kriegsverbrechen und Beihilfe zum Mord angeklagt, doch das Gericht konnte seine Beteiligung an solchen Taten nicht nachweisen. Ahmad A. schloss sich 2014 in Syrien dem IS an und nahm bis mindestens Ende 2015 an bewaffneten Patrouillen teil, unter anderem an einem IS-Checkpoint. Mitte 2023 kam er als Flüchtling nach Deutschland und wurde im Januar 2025 in Monheim am Rhein festgenommen. Obwohl ihm vorgeworfen wurde, als Wachmann Taten seiner IS-Einheit abgesichert zu haben, reichten die Beweise, darunter die Aussage eines minderjährigen Zeugen, nicht aus, um ihn dafür zu verurteilen. Das Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, berücksichtigte seine fehlende Vorstrafe und die lange zurückliegende IS-Mitgliedschaft zugunsten des Angeklagten, während seine Unterstützung einer gefährlichen Vereinigung zu seinen Lasten gewertet wurde.













