Eine neue Studie, die detaillierte und hochfrequente Helligkeitsdaten von menschlichen Siedlungen auswertet, zeigt, dass die nächtliche Beleuchtung der Erde zwischen 2014 und 2022 um 16 Prozent zugenommen hat, wobei China allein ein Drittel dieses Anstiegs ausmacht. Diese Zunahme ist jedoch ungleichmäßiger als bisher angenommen. Während Frankreich nach Mitternacht um ein Drittel dunkler wurde, hauptsächlich aufgrund der Abschaltung von Straßenbeleuchtung, blieben die Lichtemissionen in Deutschland weitgehend konstant. Die Studie, die einen neu entwickelten Algorithmus zur Berücksichtigung des Satelliten-Blickwinkels nutzte, offenbart die Dynamik von gesellschaftlichen Ereignissen wie Konflikten in der Ukraine, Syrien und dem Jemen sowie die Auswirkungen von COVID-19-Lockdowns. Gleichzeitig belegt sie den Erfolg europäischer Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung und zur Stromersparnis, was sich in einer reduzierten Helligkeit widerspiegelt.