Neue Forschungsergebnisse von einem US-amerikanischen Team deuten darauf hin, dass die Erde während der als „Schneeball-Erde“ bekannten Periode vor etwa 700 Millionen Jahren möglicherweise doch nicht ununterbrochen für 56 Millionen Jahre fast vollständig gefroren war. Wissenschaftler der Harvard University haben anhand von Klimamodellen und Kohlenstoffdioxidkreislaufanalysen festgestellt, dass es während dieser Epoche längere eisfreie „Treibhaus-Unterbrechungen“ gegeben haben könnte. Diese Phasen, die durch vulkanische Aktivität und andere Prozesse ausgelöst worden sein könnten, erklären, wie sauerstoffabhängige Lebewesen überleben konnten und warum die Vereisung länger andauerte als bisherige Modelle vermuten ließen. Die Ergebnisse passen zu Sedimentuntersuchungen und lösen damit mehrere Rätsel dieser erdgeschichtlichen Periode, die der Entstehung komplexen Lebens vorausging.