Erdoğan ernennt umstrittenen Staatsanwalt zum neuen Justizminister 11.02.2026

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat eine Kabinettsumbildung vorgenommen und den umstrittenen Istanbuler Staatsanwalt Akin Gürlek zum neuen Justizminister ernannt. Diese Ernennung, die am Mittwoch im Amtsblatt bekannt gegeben wurde, löste umgehend Kritik von der Opposition aus. Die stellvertretende Vorsitzende der CHP, Gül Ciftci, bezeichnete die Entscheidung als „offene Belohnung für (Gürleks) Vorgehen gegen unsere Partei“. Gürlek, der seit seiner Ernennung zum Chefankläger im Jahr 2024 massiv gegen die größte Oppositionspartei CHP vorgegangen ist, ersetzt Yilmaz Tunc. Ebenfalls neu im Kabinett ist Mustafa Ciftci als Innenminister, der Ali Yerlikaya ablöst. Gürleks früheres Vorgehen umfasste Ermittlungen gegen den inhaftierten Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoğlu und die Festnahme Hunderter Parteimitglieder, was weithin als politisch motiviert gilt, eine Darstellung, die die Regierung zurückweist. Dies ist die erste Kabinettsumbildung seit der Wahl Mitte 2023.














