Ein Buckelwal, der seit Tagen die Ostsee vor Wismar beschäftigt, befindet sich in einer kritischen Verfassung. Seine Atemfrequenz ist reduziert, und sein Fitnesszustand hat sich seit Samstag deutlich verschlechtert, obwohl er sich kurzzeitig selbst von einer Sandbank befreien konnte, bevor er erneut in flachem Wasser festsaß. Experten des Deutschen Meeresmuseums sind besorgt über den sinkenden Wasserstand bis Montagmorgen, der die Situation verschärfen könnte, falls der Wal sich nicht aus eigener Kraft befreit. Umweltminister Till Backhaus hofft auf eine nächtliche Selbstbefreiung und hat ein 500-Meter-Sperrgebiet eingerichtet, um das Tier nicht weiter zu stören. Der Ernährungszustand des Wals wird als gut eingeschätzt, und es gibt keine Hinweise darauf, dass Buckelwale gezielt zum Sterben an Küsten kommen.