Ethikrat gegen Altersgrenze für Social-Media-Nutzung 11.06.2026

Der Deutsche Ethikrat lehnt eine gesetzliche Altersgrenze für die Nutzung von Social Media ab, da er befürchtet, Jugendliche könnten auf unzureichend regulierte Angebote ausweichen, wie generative KI-Anwendungen. Stattdessen plädiert das Gremium für einen Ausgleich zwischen digitaler Teilhabe und Schutz junger Menschen. Die Empfehlungen ähneln denen einer interdisziplinären Kommission, die demnächst ihre Ergebnisse vorlegt. Der Ethikrat fordert eine jugendfreundlichere Online-Umgebung und eine Modernisierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags, während er die Umsetzung des europäischen Digital Services Acts als noch unzureichend kritisiert. Eltern werden in die Verantwortung genommen, den digitalen Medienkonsum ihrer Kinder individuell zu steuern, und benötigen hierfür mehr Unterstützung durch technische Werkzeuge und unabhängige Informationen. Zudem spricht sich der Rat für eine deutliche Einschränkung digitaler Endgeräte an Schulen aus, um den Schutzraum Schule zu stärken und soziale Interaktion zu fördern.














