EU-Beschluss zu Abschiebezentren Italien fühlt sich in Migrationskurs bestärkt 03.06.2026

Italiens Innenminister Matteo Piantedosi sieht in den von Italien in Albanien eingerichteten Abschiebelagern eine "innovative Lösung", die nun als Vorbild für Europa diene und durch den neuen EU-Asylkurs politisch bestärkt werde. Die EU-Einigung auf Abschiebezentren in Drittstaaten legitimiert die italienischen Lager jedoch nur teilweise, da diese nach EU-Vorgaben von den Drittstaaten selbst verwaltet werden sollen, während Italien die albanischen Lager in Eigenregie betreibt. Ursprünglich war geplant, dass Migranten aus sicheren Herkunftsländern nicht italienischen Boden betreten, ihre Asylanträge in Albanien bearbeitet und Rückführungen organisiert werden. Gerichte stoppten dies mehrfach, doch der ab Mitte Juni in Kraft tretende EU-Asylpakt soll mit einer europäischen Liste sicherer Herkunftsländer und erlaubten beschleunigten Grenzverfahren Italiens Pläne rechtlich untermauern, sodass die Lager für ihren ursprünglichen Zweck nutzbar werden.













